Martin Diehl www.jagdfotos.de
 

22. - 24. April 2017


Die Worte von Michael Heß aus dem Bericht 2016 möchte ich gerne noch einmal wiederholen.

„Tschechien, so sagte bereits vor Jahren mein Freund Michael Heß, sei das Nirvana, wenn es um den Jagdsport ginge. Dort gibt es nichts, was es nicht gibt. Und er hat Recht! Tschechien,  das heißt weitläufiges Land, hügelig, ein wenig rau. Bachläufe in Wiesenlandschaften, keine Menschenseele außer den berittenen Jägern, die dem Scent unserer Beagles folgen. Es braucht keine zahlreich aufgestellten Hindernisse. Dort zu jagen genügt voll und ganz.“

Das Wochenende vom 22.-24. April 2017 stand ganz im Zeichen seiner Worte, zu dem die Herren Josef Nováček und Václav Fílíšteín  rund um Schloß Kratochvíle luden. 

Der Freitag, in Anlehnung zu 2016, begann mit einem Ausritt und endete mit einem gemütlichen und informellen Dinner im Hotel Rychta, Netolice. Voller Vorfreude und mitgerissen vom Ambiente verging der Abend schnell, fieberte man doch eifrig dem ersten Jagdtag entgegen. Dieser begann mit irischem Jagdwetter – kühl, dezenter Regen, Vorfreude und Spannung. „Zur ersten Jagd bot man uns eine Vielzahl an Gräben. Mehr als im letzten Jahr. Lange Schleppen versteht sich. Dieser Jagdtag war super, aber genauso anstrengend“ – so die lobenden Worte einer unserer reizenden Equipagedamen. Abwechslung auf langen Schleppen, die Hounds stets spurtreu und laut. Abschließend des Tages wurde im Renaissancesaal des Schlosses mit glänzenden Augen und purer Begeisterung bis weit in die Nacht von diesem besonderen Ereignis geschwärmt. Das innere Freudenfeuer für die nächste Jagd am übernächstenTage wurde weiter angeheizt – lodernd, voller Spannung und mit purer Erschöpfung fiel man zur Dunkelheit der Nacht ins Reich der Träume!

Der Jagdtag am Montag – Hubertusmesse in der Schlosskappelle, Jagdfrühstück im Schlossgarten. Traumhaftes Wetter. Jagdreiten kann so romantisch sein! Ebenso wie romantisch ging es am heutigen Tage böhmisch-deftig zur Sache. Lange Schleppen braucht man nicht zu erwähnen – das ist für Tschechien ein Synonym. Koppelein- und Aussprung, danach scharfe Ecken mit den nächsten Koppelhürden, sind fast Sudermühlener Verhältnisse und schaffen ein authentisches Glücksgefühl naturbelassener Jagdfreuden! Beim Galopp über weite Wiesen entlang herrlicher Teichlandschaften hatte die Gesellschaft hoch zu Ross den idealen Blick auf unser jagendes Beaglepack.

Man kann also sagen, Tschechien wird zu Recht hoch gelobt und ist so leicht mit nichts anderem zu vergleichen – eine Reise dorthin lohnt sich in jedem Fall! Es hat uns äußerst viel Freude bereitet das Jagen in Tscheschien bei unvergleichbarem Charme zu genießen. Ein besonderer Dank den Jagdherren für deren Einladung, der wir mit Vergnügen und präziser Gewissenhaftigkeit nachgekommen sind!

Philipp Jakob

Bilder: Nathalie Wiederspahn

 


Anbei noch ein neuer Link mit weiteren Bildern zur Jagd!

http://josefnovacek.rajce.idnes.cz/Parforsni_hony_kolem_Kratochvile_2017/